Proteinrechner
Protein ist der Makronährstoff mit der klarsten Studienlage: Es schützt die Muskulatur, während du Fett verlierst, und sättigt bei gleichen Kalorien besser als Kohlenhydrate oder Fett. Dieser Rechner setzt dein Tagesziel aus Körpergewicht und Ziel — und zwar innerhalb der Kalorien, die dir tatsächlich zur Verfügung stehen.
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Protein
176 g
2,2 g pro Kilogramm Körpergewicht
Tagesziel
1.898
kcal / Tag
Protein
37 % der Kalorien
Diese Seite nutzt dieselben Formeln wie die CalEasy-App — der Plan hier ist also genau der Plan, den du in der App bekommst. Nichts von dem, was du eingibst, geht an einen Server: Die Rechnung läuft in deinem Browser.
Wie viel Protein du brauchst
Für Erwachsene, die trainieren und ihre Muskulatur halten wollen, liegt die evidenzbasierte Spanne bei etwa 1,6–2,2 g pro Kilogramm Körpergewicht am Tag. Dieser Rechner nutzt beim Abnehmen 2,2 g/kg — das obere Ende, weil im Kaloriendefizit die Muskelmasse besonders gefährdet ist —, beim Halten 1,8 g/kg und beim Zunehmen 2,0 g/kg.
Diese Werte liegen deutlich über den 0,8 g/kg, die Ernährungsempfehlungen als Minimum ansetzen, und dieser Unterschied verwirrt viele. Die offizielle Zahl ist die Menge, die bei wenig bewegten Erwachsenen einen Mangel verhindert — eine Untergrenze zur Schadensvermeidung, nicht die Menge, die Training, Sättigung und Körperzusammensetzung am besten unterstützt.
Wenn du dich wenig bewegst und dein Gewicht gar nicht verändern willst, brauchst du weniger, als dieser Rechner vorschlägt. Wenn du in der Diät bist, hart trainierst oder über 60 bist, ist das obere Ende sein Geld wert.
Warum das Ziel nicht einfach Gewicht × Faktor ist
Zwei Anpassungen unterscheiden diesen Rechner von der üblichen Multiplikation — und beide sind für echte Körper relevant.
Ab einem BMI von 25 wird Protein aus einem angepassten Körpergewicht berechnet statt aus deinem vollen Gewicht: dem Gewicht bei BMI 25 plus 40 % des Überschusses. Das ist die klinische Standardkonvention für die Proteinvorgabe bei Adipositas, und die Begründung ist simpel — die Muskelmasse wächst nicht im gleichen Maß wie das Körperfett. Ein starres Gramm-pro-Kilo-Ziel gibt bei höherem BMI also zu viel Protein vor, ohne dass das einen Nutzen hätte.
Außerdem wird das Ziel so begrenzt, dass weiterhin mindestens 20 % deiner Kalorien aus Fett kommen können. Weil Protein pro Kilogramm Körpergewicht vorgegeben wird, Fett dagegen als Kalorienanteil, bliebe einer schwereren Person bei einem kalorienarmen Plan sonst fast nichts mehr fürs Nahrungsfett übrig — das aber essenzielle Fettsäuren und fettlösliche Vitamine liefert. Wenn diese Grenze greift, sagt der Rechner es dir, statt still eine unmögliche Zahl auszugeben.
Über den Tag verteilen
Den größten Teil der Arbeit macht die Tagesmenge, aber die Verteilung hilft am Rand. Etwa 25–40 g auf drei oder vier Mahlzeiten verteilt lassen sich leichter in den Alltag einbauen als eine einzige riesige Portion — und halten dich über den ganzen Tag satt statt nur für eine Stunde nach dem Abendessen.
Der praktische Stolperstein ist fast immer das Frühstück, das in den meisten Esskulturen mit Abstand die proteinärmste Mahlzeit ist. Wer diese eine Mahlzeit umstellt, schließt damit meist schon den größten Teil der Lücke.
Wie das Ziel auf dem Teller aussieht
Grob gerechnet: 100 g gegarte Hähnchenbrust liefern rund 30 g Protein, ein 150-g-Becher griechischer Joghurt etwa 15 g, drei Eier rund 19 g, 100 g gegarte Linsen etwa 9 g und ein Messlöffel Whey-Pulver 20–25 g. 150 g am Tag sind also drei ordentliche Mahlzeiten mit Proteinquelle plus ein Snack — keine exotische Diät.
Pflanzlich wird das Ziel schwieriger, aber nicht unerreichbar: Setz auf Hülsenfrüchte, Tofu, Tempeh, Seitan sowie Milchprodukte oder ein Supplement, falls du sie nutzt — und rechne damit, für dieselbe Proteinmenge insgesamt mehr zu essen, weil pflanzliche Quellen mehr Kohlenhydrate mitbringen.
Ist mehr immer besser?
Jenseits von etwa 2,2 g/kg flacht der zusätzliche Nutzen für den Muskelerhalt ab, und die Kalorien müssen irgendwoher kommen — meist auf Kosten der Kohlenhydrate, die dein Training befeuern, oder des Fetts, das du brauchst. Sehr hohe Zufuhren sind für gesunde Menschen nicht gefährlich, aber eben auch nicht umsonst.
Die eine echte Einschränkung ist eine Nierenerkrankung. Bei gesunden Nieren ist nicht belegt, dass eine hohe Proteinzufuhr Schäden verursacht; bei eingeschränkter Nierenfunktion ist die Proteinmenge eine medizinische Entscheidung und gehört zu deiner Ärztin oder deinem Arzt, nicht in einen Rechner.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel Protein brauche ich am Tag?
Für aktive Erwachsene rund 1,6–2,2 g pro Kilogramm Körpergewicht — dieser Rechner nutzt beim Abnehmen 2,2 g/kg, beim Halten 1,8 g/kg und beim Zunehmen 2,0 g/kg. Wer sich wenig bewegt, braucht weniger; die empfohlene Untergrenze von 0,8 g/kg dient der Mangelvermeidung, nicht der Leistung.
Soll sich Protein nach meinem aktuellen Gewicht oder meinem Zielgewicht richten?
Für die meisten nach dem aktuellen Gewicht. Ab einem BMI von 25 nutzt dieser Rechner stattdessen ein angepasstes Körpergewicht — das Gewicht bei BMI 25 plus 40 % des Überschusses —, weil die Muskelmasse nicht im gleichen Maß wächst wie das Körperfett und ein starrer Faktor zu viel Protein vorgeben würde.
Kann ich zu viel Protein essen?
Bei gesunden Menschen ist nicht belegt, dass hohe Zufuhren schaden; der Nutzen flacht jenseits von etwa 2,2 g/kg aber ab, und diese Kalorien fehlen dann bei Kohlenhydraten oder Fett. Bei eingeschränkter Nierenfunktion ist die Proteinmenge eine medizinische Entscheidung — sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Brauche ich Proteinpulver?
Nein. Es ist ein bequemer Weg, ohne Kochen 20–25 g draufzulegen, und deshalb so beliebt — aber über normales Essen kommst du genauso ans Ziel. Pulver löst ein Logistikproblem, kein ernährungsphysiologisches.
Spielt das Timing beim Protein eine Rolle?
Viel weniger als die Tagesmenge. Die Zufuhr auf drei oder vier Mahlzeiten zu verteilen, ist etwas besser als eine große Portion — und der praktische Gewinn liegt für die meisten darin, das Frühstück proteinreicher zu machen, meist die proteinärmste Mahlzeit des Tages.
Wie erreiche ich ein hohes Proteinziel vegetarisch oder vegan?
Bau deine Mahlzeiten um Hülsenfrüchte, Tofu, Tempeh und Seitan, ergänze Milchprodukte oder Eier, falls du sie isst, und zieh ein Supplement in Betracht, um die Lücke zu schließen. Rechne damit, für dieselbe Proteinmenge insgesamt mehr zu essen, weil pflanzliche Quellen Kohlenhydrate mitbringen.
Schätzwerte, keine medizinische Beratung
Diese Rechner schätzen deinen Energiebedarf mit veröffentlichten Formeln. Sie dienen ausschließlich der Information — sie sind keine Diagnose, keine Behandlung und kein Ersatz für professionelle Beratung. Der individuelle Bedarf hängt von Körperzusammensetzung, Medikamenten und Vorerkrankungen ab. Sprich vor größeren Umstellungen mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Ernährungsfachkraft — besonders in Schwangerschaft und Stillzeit, unter 18 Jahren oder wenn du eine Erkrankung oder eine Essstörung hast.
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